Erbquotenrechner — Wer erbt wie viel?

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Was sind gesetzliche Erbquoten?

Gesetzliche Erbquoten bestimmen, wer nach einem Todesfall welchen Anteil am Nachlass erhält, wenn kein Testament und kein Erbvertrag vorliegt. Massgebend sind Verwandtschaftsgrad, ob eine Ehepartnerin oder ein Ehepartner überlebt, ob Kinder vorhanden sind und – bei Verheirateten – der Güterstand. Zuerst wird das eheliche Vermögen aufgeteilt (güterrechtliche Auseinandersetzung), erst der verbleibende Teil ist der eigentliche Nachlass, der nach Erbquoten verteilt wird.

Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land deutlich. In der Schweiz gilt das Zivilgesetzbuch (ZGB), das mit dem Parentelsystem arbeitet; seit 2023 sind die Pflichtteile der Kinder reduziert. In Deutschland regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) die Erbfolge, wobei der Zugewinnausgleich die Quote des Ehegatten pauschal um ein Viertel erhöht. Österreich und Liechtenstein folgen dem ABGB, das dem überlebenden Ehegatten neben Kindern ein Drittel zuweist. Frankreich, Belgien und Luxemburg stützen sich auf den Code civil, der zwischen Eigentum und Nutzniessung (usufruit) unterscheidet und den Kindern eine starke Pflichtteilsstellung (réserve héréditaire) gibt. In Italien bestimmt der Codice civile die «successione legittima» mit fest umrissenen Quoten für Ehegatten, Kinder und Eltern.

Der Rechner gibt eine erste Orientierung für alle acht Länder. Für verbindliche Auskünfte – etwa bei Patchwork-Familien, Auslandsvermögen oder Unternehmensnachfolge – wenden Sie sich an ein Notariat oder eine Fachperson für Erbrecht.