Notfallmappe für Angehörige

Eine Notfallmappe bündelt alle Informationen, die Ihre Angehörigen im Notfall oder nach Ihrem Tod brauchen: Dokumente, Verträge, Wünsche, Zugänge. Wer eine gut gepflegte Notfallmappe hinterlässt, schenkt seinen Liebsten Zeit und Klarheit in einem ohnehin schweren Moment.

Warum eine Notfallmappe?

Im Trauerfall müssen Familien innerhalb weniger Tage Behörden informieren, Verträge auflösen, Bestattungen organisieren und Erbansprüche prüfen. Ohne Übersicht über Konten, Versicherungen und Wünsche kostet das Wochen und Nerven. Eine Notfallmappe erspart Suchen, Streit und Fehlentscheidungen.

Was hineingehört

Eine vollständige Notfallmappe enthält folgende Bereiche:

  • Persönliche Daten: Personalien, Versichertennummern, AHV-/Rentennummer, Steuernummer
  • Wichtige Personen: Hausarzt, Anwalt, Steuerberater, Treuhänder, Vertrauenspersonen mit Telefonnummern
  • Dokumente: Geburts-, Heirats-, Scheidungsurkunden, Testament, Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Vollmachten
  • Finanzen: Liste aller Konten, Depots, Versicherungen, Kredite, Immobilien
  • Verträge: Strom, Gas, Internet, Streaming, Vereine, Abos
  • Digitales: Liste aller Online-Konten und Anleitung zum Passwort-Manager
  • Wünsche: Bestattungsart, Trauerfeier, Musik, Mitteilung an Verwandte

Papier oder digital?

Eine Papier-Notfallmappe ist auch ohne Strom zugänglich – allerdings veraltet sie schnell und ist gegen Feuer/Wasser kaum geschützt. Eine digitale, verschlüsselte Notfallmappe (wie in der Wegbegleiter App) bleibt aktuell, ist überall verfügbar und gibt Zugriff nur an Vertrauenspersonen mit Freigabeschlüssel. Ideal ist eine Kombination: Digital für Aktualität, Papier-Auszug zu Hause für den Soforteinsatz.

Verschlüsselung – warum sie wichtig ist

Ihre Daten sind sensibel: Passwörter, Vermögen, Erbansprüche. Eine seriöse digitale Notfallmappe verschlüsselt Inhalte clientseitig (Ende-zu-Ende), sodass der Anbieter sie nicht lesen kann. Die Notfallmappe in der Wegbegleiter App nutzt genau dieses Prinzip.

Wer bekommt Zugriff?

Bestimmen Sie zwei bis drei Vertrauenspersonen (Partner, Kind, enger Freund). Übergeben Sie jedem den Zugang in einem versiegelten Umschlag oder per geteiltem Freigabeschlüssel. Klären Sie im Gespräch, in welcher Situation sie auf die Mappe zugreifen dürfen – z. B. nur bei Urteilsunfähigkeit oder im Todesfall.

Aktuell halten

Eine Notfallmappe veraltet schnell. Planen Sie eine jährliche Aktualisierung (z. B. am Geburtstag): neue Konten ergänzen, alte streichen, Wünsche prüfen. Bei großen Lebensereignissen (Umzug, Hochzeit, Scheidung, Geburt) sofort anpassen.

Häufige Fragen

Ersetzt die Notfallmappe ein Testament?
Nein. Die Notfallmappe organisiert Informationen, das Testament regelt die rechtliche Erbfolge. Beides ergänzt sich.
Wie sicher ist eine digitale Notfallmappe?
Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind die Daten nur mit Ihrem Schlüssel und dem Freigabeschlüssel Ihrer Vertrauenspersonen lesbar. Selbst der Anbieter kann sie nicht einsehen.
Was, wenn die Vertrauensperson vor mir stirbt?
Benennen Sie mindestens zwei Vertrauenspersonen. Aktualisieren Sie die Liste regelmäßig und besprechen Sie das Vorgehen offen mit den Beteiligten.
Kann ich eine Notfallmappe handschriftlich erstellen?
Ja – auch ein einfaches Ringbuch mit klaren Registern ist besser als nichts. Wichtig ist, dass die Vertrauenspersonen wissen, wo es liegt.

Wegbegleiter – die App für schwere Momente

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