Todesfall in Belgien – was zu tun ist
In Belgien werden Todesfälle bei der Gemeinde des Sterbeorts angemeldet. Für die Erben gelten regional unterschiedliche Steuersätze und knappe Fristen.
Meldung bei der Gemeinde
Die Meldung erfolgt beim Standesamt der Gemeinde des Sterbeorts – meist durch das beauftragte Bestattungsunternehmen. Erforderlich: Ausweis, Familienbuch, ärztlicher Totenschein, ggf. Testament, letzte Wünsche. Fordern Sie mehrere Auszüge der Sterbeurkunde an.
Konten gesperrt, Erbschein nötig
Sobald die Bank informiert ist, werden alle Konten (auch Gemeinschaftskonten) gesperrt. Zur Freigabe ist ein acte d'hérédité (Erbnachweis) durch Notar oder Registraturbehörde nötig. Der überlebende Ehegatte darf bis zu 5 000 € für laufende Kosten abheben.
Erbschaftserklärung: 4 Monate
Die Erbschaftserklärung muss innerhalb von 4 Monaten nach dem Tod (bei Sterbefall in Europa 5, außerhalb 6 Monate) eingereicht werden. Die Steuersätze sind regional (Wallonie, Flandern, Brüssel). Die Wegbegleiter-App (wegbegleiterapp.com) bietet regionale Vorlagen.
Weitere Anlaufstellen
Informieren Sie Krankenkasse (mutuelle), Arbeitgeber oder ONEM, Rentenamt (SFP), Vermieter, Versicherungen, Telekom- und Energieanbieter sowie SPF Finances. Prüfen Sie eine kollektive Todesfallversicherung über den Arbeitgeber.
Häufige Fragen
- Wer meldet den Todesfall?
- Meist das Bestattungsunternehmen im Auftrag der Familie.
- Wird das gemeinsame Konto gesperrt?
- Ja, ab Meldung an die Bank bis zum Vorliegen des Erbnachweises.
- Frist für die Erbschaftserklärung?
- 4 Monate bei Todesfall in Belgien.
- Gilt in ganz Belgien derselbe Erbschaftssteuersatz?
- Nein, die drei Regionen haben eigene Tarife.
Wegbegleiter – die App für schwere Momente
Die Wegbegleiter-App (wegbegleiterapp.com) hilft Ihnen Schritt für Schritt: Checklisten, Briefvorlagen und eine verschlüsselte Notfallmappe – kostenlos starten.